Medienmitteilungen
Qualität in der Tagesbetreuung muss steigen!
Erfolgreiche Tagung des Vereins Bildung und Betreuung in Bern
Die schulische Tagesbetreuung muss dringend ausgebaut werden. Insbesondere braucht es verbindliche Qualitätsmassstäbe, damit die Betreuung die vielseitigen Erwartungen erfüllen kann, die heute an sie gestellt werden.
Bei einer gut besuchten Tagung, die der Verein Bildung und Betreuung zusammen mit der PH Bern und dem Verband des Personals öffentlicher Dienste vpod in Bern-Köniz durchführte, wurden die Anforderungen diskutiert, welche an die schulische Tagesbetreuung zu stellen sind.
Thomas Roth, Leiter der BFF Bern, referierte über Fragen der altersgerechten Betreuung zwischen Bildungsauftrag und Freizeitanimation. Christine Flitner vom Vorstand des Vereins Bildung und Betreuung stellte dar, wo die schulische Tagesbetreuung in der Schweiz heute steht und welche Aufgaben sie in der nahen Zukunft meistern muss.
In Arbeitsgruppen konnten die ca. 120 Teilnehmenden verschiedene Tagesschulen der Gemeinde Köniz besuchen und praktische Fragen der Tagesbetreuung im Detail diskutieren.
Aus Platzgründen konnte nur ein Teil der zahlreichen Anmeldungen berücksichtigt werden. "Das überaus grosse Interesse zeigt, wie dringlich eine nationale Koordination des Themas ist", meint Nationalrätin Maria Roth-Bernasconi, die Präsidentin des Verbands Bildung und Betreuung. "Im Augenblick muss jeder Kanton, jede Gemeinde das Rad wieder neu erfinden - das ist unsinnig." In diesem Zusammenhang ist es nicht zuletzt notwendig, dass der Bund und die Kantone endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und verbindliche gesetzliche Grundlagen schaffen, welche die umfassenden und begründeten Erwartungen an die familienexterne Kinderbetreuung stützen und einen Rahmen für die Betreuung schaffen.
Zu den wichtigen Aufgaben, die im Weiteren gelöst werden müssen, gehören verbindliche Qualitätsmassstäbe für die Betreuung von Schulkindern. Die schulische Tagesbetreuung muss als Teil des Bildungssystems verstanden werden, und die Betreuungsarbeit muss mehr Anerkennung erfahren.
"Eine Perle in der Stadt Luzern?!"
Am 25. Jaunar 2011 fand am Abend in den Betreuungsräumen der Schulanlage Säli-Pestalozzi in Luzern ein sehr gut besuchtes Vernetzungstreffen statt ...
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Tagesschulen sind erfolgreich
27. Oktober 2010
Am 26. Oktober 2010 fand am Abend in der Schule Bottmingen erstmals ein gut besuchtes Vernetzungstreffen für alle, die beruflich mit Tagesbetreuung zu tun haben und weitere interessierte Personen statt. Die Veranstaltung wurde vom Verband Bildung und Betreuung, dem Schweizerischen Verband für schulische Tagesbetreuung, organisiert...
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Ausbau der schulergänzenden Betreuung darf nicht gefährdet werden: Vorlage muss verbessert werden
23. Februar 2010
Bildung und Betreuung begrüsst den Entscheid des Bundesrates, das Impulsprogramm für familienergänzende Kinderbetreuung weiterzuführen. Die Vorlage enthält jedoch einen gewichtigen Mangel. Der Bundesrat will ab 2011 nur noch die Angebote für die Betreuung im Vorschulalter unterstützen und keine Beiträge mehr an die Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung zahlen. Das ist aus Sicht des Schweizerischen Fachverbandes Bildung + Betreuung unverständlich, müsste doch die schulergänzende Betreuung im Gegenteil noch stärker unterstützt werden als bisher.
"Die schulergänzende Kinderbetreuung ist ein wichtiges Element für den Bildungserfolg vieler Kinder, trägt sie doch viel zur Integration und Chancengleichheit bei. Zudem ist sie unabdingbar, damit Eltern, Beruf und Familie vereinbaren können", erklärt Maria Roth-Bernasconi, Nationalrätin und Präsidentin vom Verband "Bildung+ Betreuung".
Die Begründung für diesen Entscheid ist widersprüchlich. Eine vom BSV in Auftrag gegebene Evaluation hat ergeben, dass das Impulsprogramm des Bundes nachhaltig ist. Neu geschaffene Betreuungsplätze bleiben auch nach dem Rückzug des Bundes aus der Finanzierung bestehen. Dieser Befund gilt sowohl für die Kindertagesstätten wie für die schulergänzende Betreuung. Erfahrungen in verschiedenen Schweizer Städten haben gezeigt, dass die einseitige Förderung von Kindertagesstätten innert kurzer Zeit zu einem Engpass im Schulalter führt. Kinder, die im Vorschulalter in Kitas betreut werden, benötigen später entsprechende Angebote in der Schule. Bisher sind 11 Kantone dem HarmoS-Konkordat beigetreten und haben sich damit verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot für die Kinder im Schulalter zu schaffen. Es ist nicht einzusehen, weshalb der Bund dies zum Anlass nimmt, aus dem Förderprogramm auszusteigen. Gerade jetzt sind die Kantone auf die Unterstützung des Bundes angewiesen, um den geplanten Ausbau der Angebote auch tatsächlich zu realisieren. Ein Ausstieg wäre ein Signal in die verkehrte Richtung und würde den dringend nötigen Ausbau gefährden.
Auch der Bund profitiert von den zusätzlichen Steuereinnahmen, welche die familienergänzende Kinderbetreuung nachweislich generiert. Ausserdem haben 6 Kantone den Beitritt zu HarmoS abgelehnt und in weiteren 9 Kantonen steht der Entscheid noch aus. Bildung und Betreuung hofft, dass das Parlament erkennt, wie wichtig ein umfassendes und gut funktionierendes Betreuungsangebot für Gesellschaft und Wirtschaft ist. Der Verband "Bildung und Betreuung" fordert deshalb das Parlament auf, die Anstossfinanzierung wiederum auf die schulergänzende Betreuung auszudehnen.

